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Das Grab ist nicht erhalten
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* 5.2.1824 (Mainburg)
† 13.2.1855 (München)
Historienmaler
Nro. 14180 A. pr. den 11. Juli 1849.
(Bitte des Andreas Lochner um Einführung seiner Zeichnungsvorlagen für Silberarbeiter, Gütler u. s. w. in den technischen Schulen des Königreichs betr.)
Im Namen Seiner Majestät des Königs.
Durch höchstes Ministerial-Rescript vom 2. d. M. wurde auf den Grund eingeholter technischer Gutachten gestattet, daß das von Andreas Lochner herausgegebene Zechnungswerk: »Original-Zeichnungen für Silberarbeiter, Gürtler und Bronzearbeiter«, wovon bereits 2 Hefte mit je vier Vorlagen erschienen sind, bei dem Zeichnungs-Unterrichte an den technischen Unterrichts-Anstalten benützt, und, sofern es die Mittel derselben gestatten, auf Rechnung der Realexigenz angeschafft werde.
Die Vorstände der technischen Lehr-Anstalten des Regierungsbezirks und der damit in Verbindung stehenden Handwers-, Sonn- und Feiertags-Schulen werden hierauf aufmerksam gemacht.
Speyer, den 9. Juli 1849.
Königlich Bayerische Regierung der Pfalz,
Kammer des Innern.
a. Pr.
Marc.
Schalk.
Königlich Bayerisches Amts- und Intelligenzblatt für die Pfalz No. 40. Speyer, den 12. Juli 1849.
München.
München, im März. (Unlieb verspätet.) Der jüngste Rechenschaftsbericht des Kunstvereins enthält im Anhange auch einen Nekrolog auf unseren leider viel zu frühe verstorbenen Historienmaler A. Lochner. Da seit der Zeit seines Ablebens unbegreificher Weise keine der Zeitschriften ein ihm gebührendes Ehrengedächtniß veröffentlicht hat, so wird die nachfolgende Skizze Ihren Lesern gewiß willkommen sein.
Andreas Lochner, Historienmaler, wurde 1824 zu Mainburg geboren. Sein Vater, ein in dürftigen Verhältnissen lebender Riemermeister, brachte seinen Sohn, welcher schon in früher Jugend entschiedene Neigung zu kleinen künstlichen Gebilden verrieth, in seinem 13. Jahre zu dem Silberarbeiter Georg Sanktjohanser zu München in die Lehre. Nach vollendeter Lehrzeit trat er seine Wanderschaft an und verweilte Behufs seiner weitern Ausbildung bis zum Jahre 1845 in verschiedenen Städten Norddeutschlands. Allein je mehr während dieser Zeit seine Kenntnisse sich erweiterten und seine technische Fertigkeit in dem erwählten Berufe sich steigerte, desto weniger genügte der Letztere dem nach höherem Ziele strebenden Jünglinge. Er kehrte zurück mit dem festen Entschlusse, ungeachtet aller Hindernisse, welche bei seiner gänzlichen Mittellosigkeit sich der Erreichung seines Zieles entgegenstellten, fortan der Kunst sich zu widmen. Während die Tageszeit dem angestrengtesten Studium auf der hiesigen Akademie gewidmet war, benützte Lochner die Stunden der Nacht, um durch Ausführung von Entwürfen für Silberarbeiter und Gürtler und andere in dieses Fach einschlagende Arbeiten seinen bescheidenen Unterhalt zu gewinnen. Vier Hefte lithographirte Zeichnungen und Entwürfe für Silberarbeiter, welche er 1849 herausgab, München. Verlag von Mei und Widmayer, beurkunden seinen geläuterten Geschmack und reinen Formensinn und gehören mit zu den vorzüglichsten Leistungen im Gebiete der Ornamentik. Bei seinem entschiedenen Talente und dem eisernen Fleiße, mit dem Lochner dem neuen Berufe sich hingab, konnten die Erfolge nicht lange ausbleiben. Seine raschen Fortschritte befähigten ihn bald, kleinere Arbeiten, welche ihm Professor Schraudolph, dessen Unterricht er genoß, anvertraute, zur Zufriedenheit seines Lehrers auszuführen, und so stufenweise zu selbstständigen Kunstschöpfungen überzugehen.
Allein die Anstrengungen, welche den Uebergang vom Handwerke zur Kunst begleiteten, hatten seine ohnedieß schwächliche Körper-Constitution untergraben und erlaubten ihm nicht, des so heiß und erfolgreich erstrebten Ziels sich zu erfreuen. Die Kirchenscene aus Göthe's »Faust,« welche in den Sälen des Vereins zur Ausstellung kam und sich des ungetheiltesten Beifalls erfreute, sollte seine letzte Arbeit sein. (Gegenwärtig auf der Kunstausstellung in Prag befindlich). Kurz nach der Vollendung dieses Bildes erlag er einem Lungenleiden, dessen Keime er wohl schon lange in sich getragen und dessen schnelle Entwicklung durch unausgesetzte Anstrengungen nicht wenig gefördert worden sein mag, am 13. Februar 1855, im 31. Jahre seines Alters, tief betrauert von seinen Freunden, und Bekannten, welche ihm wegen seines glühenden Eifers für die Kunst, sowie seines bescheidenen liebenswürdigen Charakters ein ehrendes Andenken bewahren.
Augsburger Postzeitung Nr. 65. Dienstag, den 18. März 1856.
Edictalladung.
Verlassenschaft des Kunstmalers
Andreas Lochner betr.
Am 13. Februar 1855 starb dahier der Kunst-Maler Andreas Lochner, Sohn des verstorbenen Riemers Andrä Lochner in Mainburg, kgl. Landgerichts Abensberg. Als nächster Erbe ist desser Bruder, der Zimmergeselle Johann Lochner, bezeichnet, dessen Aufenthalt jedoch nicht ausgemittelt werden konnte. Es ergeht daher an denselben, sowie an alle Diejenigen, welche außerdem Ansprüche an den nach Abzug der angemeldeten Passiven auf beiläufig 170 fl. sich belaufenden Rücklaß erheben können, die Aufforderung, diese Ansprüche binnen sechs Wochen vom Tage der Bekanntmachung an bei dem unterfertigten Gerichte im im Geschäfts-Zimmer Nro. 27 um so gewisser anzumelden, als außerdem nach Abfluß dieser Frist ohne Rücksicht auf spätere Anmeldungen weiter nach Lage der Acten über den Rücklaß verfügt werden würde.
Am 2. Juli 1856.
Das
Königliche Kreis- und Stadtgericht München
links der Isar.
Der königl. Direktor:
Frhr. v. Mulzer.
E-N. 21976. Sailer.
Neue Münchener Zeitung Nr. 165. Freitag, den 11. Juli 1856.
Andreas Lochner wurde (laut der Mainburger Pfarrmatrikel) am 5. Februar 1824 in Mainburg als das Kind armer Leute geboren; der Vater Andreas betrieb ein kleines Riemergeschäft, die Mutter Klara arbeitete als Näherin. Allein je mehr die Frau sich abkümmerte und plagte, um so weniger war der Mann der Arbeit hold. Der frühzeitige Tod der sorgenden Hausmutter beschleunigte den Verfall der Wirtschaft des Riemermeisters: der Witwer heiratete zwar eine zweite Frau, aber diese ließ sich bald von ihm scheiden. Der Mann verdiente nichts, kam ganz herunter und mußte schließlich unter Annahme der Stelle eines Gemeindefeldhüters mit seinen beiden Buben in's Armenhaus wandern, wo er bald starb. Die Kleinen wären wahrscheinlich in Not und Elend verkommen, hätte sich nicht ein gutmütiger geistlicher Herr zumal um den begabten Andreas warm angenommen. Das war der damalige Cooperator von Mainburg Georg Windmaißer, der in der zweiten Hälfte der dreißiger Jahre (Febr. 1835 bis Januar 1840) hier wirkte. Wie mir unser verehrter Landsmann Joseph Schlicht,*) der anderthalb Jahre an seiner Seite lebte, mitteilt, war Windmaißer ein Mann von nobelster Hospitalität; wohlthätig überaus, hatte er zwar eine etwas rauhe derb wäldlerische Schale, aber der Kern war eine ungemein große Gutherzigkeit, weshalb er, um aus der Not zu helfen, keine Bitte abschlug und keine persönliche Bemühung und kein materielles Opfer scheute. Ueberhaupt sehr praktisch-tüchtig angelegt, war ihm namentlich ein ausgesprochener Kunstsinn eigen. Als Kaplan in Mainburg erkor er sich eine Anzahl der befähigteren Schulknaben, die er mehrmals in der Woche im Pfarrhofe im Zeichnen unterrichtete. Andreas Lochner, der frühe entschiedene künstlerische Neigung und Begabung an den Tag legte, ward sein Liebling, dem er in der Folge ein großer Wohlthäter wurde. Da aber die Mittel zum Betreten der Künstlerlaufbahn keineswegs hinreichten, so kam Andreas in seinem dreizehnten Jahre zu dem Silberarbeiter Georg Sanktjohannser nach München in die Lehre. Fortwährend blieb Windmaißer sein besorgter Gönner: er sammelte Gaben für ihn bei den wohlhabenderen Familien des Marktes; und den Schulmädchen, die er im Katechismus unterrichtete, gab er Garn mit dem Auftrage, für Andreas Strümpfe zu stricken. Nachdem die Lehrjahre durchgemacht waren, begab sich Lechner auf die Wanderschaft nach Norddeutschland, wo er sich zum Zwecke seiner Ausbildung bis zum Jahre 1845 in verschiedenen Städten aufhielt, längere Zeit besonders in Hamburg, das ihm aber, wie Windmaißer sich äußerte, für Gesundheit und Leben verhängnisvoll geworden. Lochners Uebergang vom Kunstgewerbe zur Kunst schildert der Jahresbericht des Münchener Kunstvereins pro 1855 mit folgenden Worten:
»Allein je mehr während dieser Zeit seine Kenntnisse sich erweiterten und seine technische Fertigkeit in dem erwählten Berufe sich steigerte, desto weniger genügte der letztere dem nach höherem Ziele strebenden Jünglinge. Er kehrte zurück mit dem festen Entschlusse, ungeachtet aller Hindernisse, welche bei seiner gänzlichen Mittellosigkeit sich der Erreichung seines Zieles entgegenstellten, fortan der Kunst sich zu widmen. Während die Tageszeit dem angestrengtesten Studium auf der Akademie in München gewidmet war, benützte Lochner die Stunden der Nacht, um durch Ausführung von Entwürfen für Gürtler und Silberarbeiter und andere in dieses Fach einschlagende Arbeiten seinen bescheidenen Unterhalt zu gewinnen. Vier Hefte lithographierter Zeichnungen und Entwürfe für Silberarbeiten, welche er 1849 herausgab, beurkunden seinen geläuterten Geschmack und reinen Formensinn und gehören mit zu den vorzüglichsten Leistungen im Gebiete der Ornamentik. Bei seinem entschiedenen Talente und dem eisernen Fleiße, mit dem Lochner dem neuen Berufe sich hingab, konnten die Erfolge nicht lange ausbleiben. Seine raschen Fortschritte befähigten ihn bald, kleinere Arbeiten, welche ihm sein Lehrer, Professor Schraudolph, anvertraute, zu dessen Zufriedenheit auszuführen, und so stufenweise zu selbstständigen Kunstschöpfungen überzugehen.«
An Ziseleurarbeiten von der Hand Lochners aus dieser Zeit sind mir bekannt geworden 1) eine silberne Tabaksdose, auf deren Deckel sich eine feine Darstellung der heiligen Familie befindet (jetzt im Besitze des H. Pfarrers König in Tunding); 2) ein vergoldeter Armreif aus Silber, mit dem Bilde der hl. Katharina und sehr schöner Ornamentik (im Besitze der früheren Haushälterin Windmaißers jetzt Lehrersgattin Kath. Schoder in Hohenwart).
Unter den kleineren Bildern religiösen Charakters von Lochner, die der Anregung und dem Auftrage seines Meisters Schraudolph ihre Entstehung verdanken, sind zu nennen St. Joseph mit dem Christuskinde (als Gegenstück zu Schraudolphs in der neuen Pinakothek befindlichen Madonna mit dem Kinde), deßgleichen die Madonna als Himmelskönigin mit dem Kinde, welche sämtlich durch die Gypen'sche Kunsthandlung in
München durch Stahlstich und Farbendruck vervielfältiget wurden. Außerdem befindet sich auch ein »Hl. Wendelin« von Lochner (gestochen von J. Kranker) in der Sammlung der relig. Bilder und Stahlstiche von Manz in Regensburg (Nr. 528).
Das erste größere Bild, womit der strebsame junge Künstler vor das Publikum trat, war eine Darstellung der biblischen Scene, wie David dem Könige Saul den Becher raubt; der Käufer des Malers alter Gönner Windmaißer, der seit l. Okt. 1851 Stadtpfarrer von St. Nikola bei Landshut geworden war (jetzt im Besitze des H. Pfarrers König in Tunding). Eines der Hauptverdienste Windmaißers ist die gelungene Restauration der Stadtpfarrkirche in St. Nikola. Seinem Schützlinge Lochner übertrug er dabei die Ausführung des Bilderschmucks am Hochaltare – den heiligen Bischof Nikolaus (photographiert bei Hudemann) als Pfarr- und Kirchenpatron und die vier Evangelisten. Weniger von Bedeutung ist ein Bild in der Friedhofkapelle daselbst, die Befreiung der armen Seelen durch einen Engel darstellend. In dieselbe Zeit fällt wohl auch ein Architekturbild, das Innere einer Klosterkapelle, wie eben Nonnen den Altar mit Blumen schmücken, wozu er das Motiv in der Afrakapelle zu Seligenthal fand (jetzt im Besitze des H. Pfarrers König), dann ein gothisches Flügelaltärchen mit der Immaculate als Hauptfigur, St. Georg und St. Andreas an den Seitenwänden, ebenfalls für Windmaißer eine heilige Familie mit Johannes (im Besitze des H. Pfarrers König), endlich das zwei Fuß hohe Porträt Windmaißers (Eigentum der Frau K. Schoder in Hohenwart.) Außerdem soll Lochner auch noch ein weiteres Altarblatt für eine Dorfkirche bei Landshut, deren Namen ich nicht in Erfahrung bringen konnte, gemalt haben. – »St. Martin mit dem Bettler den Mantel teilend«; eine Farbenskizze davon befindet sich im Besitze des Historienmalers Julius Frank in München.
Das Gebiet der religiösen Malerei war es keineswegs ausschließlich, dem Lochner seine Kraft widmete: zu ihr wurde er hauptsächlich durch die Anregung seines Lehrers Schraudolph und die Unterstützung seines Gönners Windmaißer hingezogen, die durch derartige Aufträge zugleich für seinen Lebensunterhalt sorgten. Auf seinen langjährigen Fahrten durch Deutschland war Lochners geistiger Gesichtskreis bedeutend erweitert, die Naivetät des ererbten Ahnen-Glaubens durch die Skepsis der Erkenntnis verdrängt worden. So war er den Lehren der Kindheit nahezu entfremdet, als ihm ein Freund das Leben Jesu von David Strauß in die Hand gab. Das berühmte Buch bewirkte das Gegenteil von dem was es erzielen sollte: Lochner erschrack vor den Konsequenzen und wendete sich wieder mehr christlicher Lebens- und Weltanschauung zu. Aus diesen Sturm- und Drangjahren stammt seine Vorliebe für Goethes Faust; er sah es als seine Lebensaufgabe an, diese größte deutsche Dichtung der Neuzeit zum Gegenstande der Darstellung zu machen. Zahlreiche Studien in seinen beiden erhaltenen Skizzenbüchern (im Besitze des H. Dr. H. Holland in München) zeigen, mit welchem Ernst, mit wie viel Lust und Liebe er die Vorbereitungen zur Ausführung seines Gedankens getroffen. Das erste Bild aus der Faustdichtung, mit dem er vor ein größeres Publikum trat, ist »Gretchen im Beichtstuhl von Mephisto belauscht«, das im Jahre 1852 im Kunstvereine zu Prag ausgestellt wurde, und dann in den Besitz der Gräfin Clam-Gallas übergegangen ist. Ueberhaupt war er ein großer Freund unserer schönen volkstümlichen Sagen. Die Kenntnis und Vorliebe dafür ward geweckt durch die rege Teilnahme an einer Gesellschaft von jungen Künstlern und Gelehrten, die an den langen Winterabenden an den Denkmalen der alt- und mittelhochdeutschen Literatur sich erfreute. So ging er unter Anderem daran, Kompositionen aus »Wieland dem Schmied« (für das »König-Ludwig-Album« bestimmt) und dem »Schiltberger« zu entwerfen, kam aber damit nicht zur Vollendung.
Lochner war sehr streng gegen sich und seine Arbeiten, rastlos bessernd und unermüdlich vorwärts strebend. Diese rühmliche Charaktereigenschaft, verbunden mit seiner Krankheit und Mittellosigkeit, die ihn zum Brodverdienste Handwertsarbeit aufzwangen, ließen ihn nur wenig producieren. Die Anstrengungen, welche den Uebergang vom Handwerke zur Kunst begleiteten, hatten, wie sein Nekrolog berichtet, seine ohnedies schwächliche Körperkonstitution untergraben und erlaubten ihm nicht, des so heiß und erfolgreich erstrebten Zieles sich lange zu erfreuen. Die Kirchenscene aus Göthe's Faust (Gretchen in der Kirche in Ohnmacht fallend), welche 1854 im Münchener Kunstverein zur Ausstellung kam und sich des ungeteiltesten Beifalles erfreute, sollte seine letzte Arbeit sein. Kurz nach der Vollendung dieses Bildes erlag er einem Lungenleiden, dessen Keime er wohl schon lange in sich getragen und dessen schnelle Entwickelung durch unausgesetzte Anstrengungen nicht wenig gefördert worden sein mag, am 13. Febr. 1855, im 32. Jahre seines Alters. Der Erlös aus dem genannten Bilde, das durch Vermittelung des Prof. Schraudolph ebenfalls nach Prag gekommen war, deckte die Verpflichtungen des durch lange Krankheit und Erwerbslosigkeit in bitterste Armut geratenen Künstlers und es blieb noch so viel übrig, daß ihm seine Freunde einen bescheidenen Denkstein auf dem südlichen alten Friedhofe in München setzen lassen konnten. Tief betrauerten ihn diese, die ihn hoch hielten ob seiner Begabung, seiner Begeisterung für die Kunst und vor Allem ob seines schönen Herzens.
So schloß ein Künstlerleben, voll der Entbehrung und Mühsal gerade in dem Augenblicke, da ein hellerer schönerer Stern ihm zu leuchten begonnen. Pflicht der Heimat ist es, sein Andenken in Ehren zu halten als eines ihrer besten Söhne, der auf so dornigen Pfaden zum Künstler sich emporgerungen.
*) Wir benützen die Gelegenheit, unsere Leser auf dessen herrliches Buch »Bayerisch Land und Bayerisch Volk« aufmerksam zu machen; es sollte in keiner altbayerischen Familie fehlen.
Martin Mayr: Andreas Lochner, ein vergessener Mainburger Künstler. Mainburg 1880.
[Anmerkung: Der Verfasser starb während der Drucklegung am 1. Mai 1880. Das Heft, von dem nur wenige Exemplare existieren, kam nie in den Handel.]