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HIER RUHT
GEORG MESSERER
KOENIGL. POSTMEISTER
VORSTAND DES POSTAMTES
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ELISE MESSERER
¿ REINHARD MESSERER
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Messerer, Elise
Messerer, Georg; Postmeister
Messerer, Otto, Prof. Dr. med.; 31.1.1853 (Passau) – 12.7.1932 (München); Honorarprofessor und Geheimer Medizinalrat
Messerer, Reinhard
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* 31.1.1853 (Passau)
† 12.7.1932 (München)
Honorarprofessor und Geheimer Medizinalrat
II. Der Lehrkörper.
A. Abgänge,
1. Todesfälle.
Der Lehrkörper hat acht Mitglieder durch den Tod verloren.
Am 12. Juli 1932 starb der Honorarprofessor, Geheime Medizinalrat Dr. Otto Messerer.
Messerer wurde am 31. Januar 1853 zu Passau geboren, war nach Beendigung seiner medizinischen Studien von 1880—89 bei dem berühmten Chirurgen v. Nußbaum im städtischen Krankenhaus l. d. I. und als klinischer Assistent tätig und habilitierte sich schon 1880 als Privatdozent für Chirurgie an unserer Universität. Er hatte in seiner langen chirurgischen Assistententätigkeit die unendlichen Schwierigkeiten kennengelernt, unter denen die Chirurgie in der vorantisepttschen Ära arbeiten mußte, hatte die ganze Tragik des chirurgischen Arbeitens in dem damals so viel von Hospitalbrand, Wunddiphtherie und den anderen schweren Wundinfektions-Krankheiten heimgesuchten, veralteten Spital mit durchgemacht, hatte die gewaltige Wandlung, welche die Einführung der Antisepsis herbeiführte, miterlebt und war seinem körperlich damals schon schwer behinderten Lehrer und Meister v. Nußbaum ein treuer und aufopfernder Mitarbeiter. Er hat es aber doch freudig begrüßt, als er 1890 unter gleichzeitiger Ernennung zum außerord. Professor für gerichtliche Medizin als Landgerichtsarzt berufen wurde, denn in dieser Stellung kam ihm seine langjährige klinische und chirurgische Tätigkeit ungemein zustatten, da er außer den vielen Untersuchungen und Gutachten für die Gerichte noch eine ausgedehnte Tätigkeit als Gutachter auf dem Gebiete der Unfallversicherung entfalten konnte. Seine Vorlesungen über gerichtliche Medizin, Medizinalgesetzgebung usw. zeichneten sich durch außerordentliche Gründlichkeit und Gewissenhaftigkeit aus. Das war wohl mit ein Grund dafür, daß er 1900 an die Spitze des Medizinalwesens für Oberbayern und gleichzeitig zum Vorsitzenden des Kreismedizinalausschusses berufen wurde, eine Stellung, die er volle 20 Jahre lang bekleidete und die ihm hohes Ansehen unter den Ärzten verschaffte.
Der Krieg gab ihm Gelegenheit, als Chefarzt des Baracken-Lazarettes Oberwiesenfeld wieder mit der ursprünglichen Tätigkeit als Chirurg in engste Berührung zu kommen.
Seine hauptsächlichen Arbeiten: »Über Elastizität und Festigkeit der menschlichen Knochen«, seine »Experimentellen Untersuchungen der Schädelbrüche« brachten wertvolle neue Gesichtspunkte in ein damals noch kaum erforschtes Gebiet.
Jahrbuch der Ludwig-Maximilians-Universität München für das Jahr 1932/33 (vom 27. Juni 1932 bis 26. Juni 1933). München, 1934.